Die Geschichte von Streetfood

Die Geschichte von Streetfood

Streetfood wird oft mit Fast Food verwechselt. Dabei unterscheidet sich das Streetfood ganz wesentlich vom herkömmlichen Hamburger und Co.

Kulinarische Weltreise

Beim Genuss von Streetfood begibt sich der Konsument auf eine kulinarische Weltreise. Begonnen hat dieser Trend bereits in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts in den USA. Dort mussten die Cowboys auf ihren Wanderungen durch die Prärie mit Nahrung versorgt werden. Der Pionier Charles Goodnight entwickelte aus diesem Grund den ersten Wagen, der die Cowboys mit frischen Lebensmitteln versorgte. Kredenzt wurden dabei meist ein Eintopf sowie frisches Brot und Trockenobst. Außerdem versorgt man die Landarbeiter gleichzeitig mit Medikamenten. Einige Jahrzehnte später wurde dieser “Chuckwagon” durch einen Hotdog Foodtruck ergänzt. Dieser versorgte vor allem die Studenten in den großen Städten der USA mit kleinen Imbissen, die sie zwischen den Vorlesungen genossen. In der Folge wurden diese Foodtrucks auch zum Transportmittel für exotische Nahrungsmittel und kulinarische Spezialitäten. Heute zählt das Streetfood in vielen Städten Europas zu einem fixen Bestandteil der urbanen Szene. In Deutschland nutzte man diese Foodtrucks in erster Linie für die Versorgung von Soldaten mit Nahrungsmittel. Anfang des 19. Jahrhunderts waren diese Trucks in Form von Feldküchen zu finden. In Deutschland wurde der erste moderne Foodtruck im Jahr 2010 gebaut. Dieser ist auch heute noch bei zahlreichen Streetfood Festivals zu sehen. Streetfood besteht heute nicht nur aus einheimischen Gerichten, sondern lädt den Besucher zu einer kulinarischen Weltreise ein. Vom Kebab über Pizza bis hin zu scharfen chinesischen Soßen führt dabei die Reise.

Streetfood als Alltagsware

Von Streetfood ernähren sich vor allem in den Großstädten und Metropolen die meisten Menschen. Laut einer Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO ernähren sich rund 2,7 Milliarden Menschen fast täglich ausschließlich mit diesen Imbissen. Die Bewohner Südamerikas geben rund ein Drittel ihres gesamten Einkommens für Streetfood aus und in Bangkok verteilen rund 20.000 Straßenhändler diese Nahrung an Passanten. Streetfood wird rasch und einfach zubereitet und ist zudem sehr billig. Durch den hohen Fettgehalt ist Streetfood auch sehr nahrhaft. Ob der dauernde Genuss dieses Essens gesund ist, bleibt allerdings dahingestellt. Ein Problem, das mit der neuen Essenskultur einhergeht, ist der anfallende Müll. Die Wegwerfverpackungen, in denen die Mahlzeiten verkauft werden, stellen vor allem in Großstädten ein Problem dar. Während in Europa Streetfood auf Märkten und bei Festivals angeboten wird, gibt es in anderen Teilen der Welt diese Art der raschen und einfachen Ernährung bereits seit einigen Jahrhunderten. Vor allem in Südostasien ist Streetfood weit verbreitet.

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